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TrackMania Nations Forever PDF Drucken
Geschrieben von Mirco Lange   
Monday, 28. April 2008

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„Design it. Build it. Race it!” – der TrackMania-Slogan. Mit dem neusten Ableger der Funracer-Reihe macht das Befolgen dieser drei Sätze mehr Spaß als je zuvor. Warum? Aufgrund vieler Neuerungen, die ich euch im Folgenden näher bringen möchte.

Kurze Geschichtsstunde: Es existieren, samt Add-Ons, bereits 7 Versionen von TrackMania. Zwei davon – darunter TrackMania Nations ESWC und eben der aktuelle Nachfolger TM Nations Forever – können kostenlos gedownloadet werden. „Nations“ wurde eigens für den „Electronic Sports World Cup“, kurz ESWC, programmiert, weshalb die Schwerpunkte hier auf dem Multiplayer-Modus lagen. Allerdings gab es nur eine Umgebung und nur eine Fahrzeugklasse.

Zusätzlich erschienen neben dem Ur-TrackMania noch „Sunrise“ und „United“ samt Add-Ons. „United“ war dabei im Grunde nur ein Best-of aller vorhergegangenen Teile. Dadurch bot es allerdings mit Abstand die meisten und exotischsten Streckenelemente. Außerdem gab es viele verschiedene Wagenklassen und unterschiedliche Themen.

Eben jene Elemente sind nun auch in „Forever“ zu finden. „Forever“ dient übrigens nicht nur als neues „Nations“, sondern auch als kostenloses Add-On zu „United“. Dies hat den Hintergrund, dass somit alle „Nations“-TrackManiacs zusammen mit den „United“-Spieler zocken können. Kompliziert? Durchaus. Aus diesem Grund kommen wir nun auch besser zum eigentlichen Spiel.

Ich starte das Spiel. Meine Erwartungen sind gigantisch. Schon der Vorgänger, TM Nations, bot ein hervorragendes Gameplay. Mit „Forever“ soll dies nun noch einmal getoppt werden. Da bin ich doch mal gespannt. Neues Profil angelegt, den netten Hintergrund – eine Weltkugel, die stark ans „Heute-Journal“ erinnert  – bewundert und ab ins Hauptmenü. Im Vergleich zu „Nations“ hat sich so einiges getan. Das Design des Menüs wirkt wesentlich stylischer, einfach schicker.

Solo-, Online- und Party-Spiel stehen zur Auswahl. Darunter noch „Editoren“ und „Profil“. Zum Editor, dem wohl wichtigsten Element der Reihe, kommen wir gleich noch. Fährt man mit der Maus an den oberen Bildschirmrand, stehen noch Schnell-Einstellungen für den Sound, Grafikeinstellungen, ein Mini-Browser zum Eingeben von sogenannten ManiaLinks sowie ein Fenster-Modus zur Verfügung. Außerdem ist noch die Uhrzeit und – sehr interessant – ein 3D-Brillen-Symbol zu finden. Klickt man auf letzteres, werden alle relevanten Grafiken mit roten und blauen Linien umzogen. Wenn man sich nun eine 3D-Brille aufsetzt, wirken jene Grafiken plastisch und anfassbar – zumindest sah so der Plan aus. Einen wirklichen 3D-Effekt bewirkt das letztendlich  allerdings nicht, nach kurzer Zeit stellt man diesen Effekt zum Wohle seiner Augen wieder aus und stempelt es einfach als kleine Spielerei ab.

Nachdem ich ein bisschen auf Erkundungsreise durch das nette Menü war, beginne ich nun mit dem Solo-Spiel. Die Strecken werden von Zeit zu Zeit immer schwerer. Die Schwierigkeitsgrade sind in Form von Farbnamen wiedergespiegelt. In der Schwierigkeit aufsteigend gilt folgende Reihenfolge: Weiß, Grün, Blau, Rot, Schwarz. Anfangs stehen unter „Weiß“ fünf Strecken zur Verfügung. Die restlichen zehn schaltet man durch Erfolge auf den vorigen Strecken bzw. dem restlichen Spiel (Beispiel: „Nimm einen Freund in deine Freundesliste auf!“) frei.

Dem „Nations“-Fan fällt sofort auf, dass es endlich auch andere Beläge als nur Asphalt gibt. Gleich die zweite Strecke ist eine Sand-Matsch-Strecke. Es macht unglaublichen Spaß, darauf zu fahren. Besonders die stylischen Slides sind spaßig.

Bei jedem Rennen gilt es, sich bestimmte Medaillen zu verdienen. Bronze-, Silber-, Gold- oder – mit ganz viel fahrerischem Können – die Nadeo-Medaille können erfahren werden. Diese Medaillen bestimmen den Platz in den Ranglisten, wovon es vier verschiedene gibt: eine Rangliste für den Bezirk, in dem man wohnt, eine für den Bundesstaat, eine für das jeweilige Land und eine Welt-Rangliste. Nach jedem Rennen wird man über seinen aktuellen Platz informiert. Dadurch bekommt der Single-Player noch eine kleine Würze, die bislang nur dem Multiplayer vorbehalten war: der Reiz am Wettkampf. Die Motivation, in der Rangliste aufzusteigen, ist riesig. Aber auch ansonsten kommt die Langzeit-Motivation im Singleplayer nicht zu kurz, vor allem durch die zu erfüllenden Aufgaben, um neue Strecken frei zu schalten.

Das eigentliche Gameplay ist schnell erklärt: Ihr fahrt, wahlweise mit Tastatur oder Gamepad, ein Rennauto, welches einem Formel-Rennwagen gleicht. Die Steuerung und das restliche Feeling sind sehr Arcade-lastig. Hier darf keine Simulation erwartet werden, aber das möchte das Spiel so wie so nicht sein. Auf ein Schadensmodell wurde ebenfalls verzichtet – zu Gunsten des Spielspaßes. Und eben jener Spielspaß ist sehr, sehr hoch. Doch so viel Spaß das Fahren auf den Strecken der Entwickler auch macht, geht es noch besser. Denn ihr könnt, ganz getreu dem Motto „Design it. Build it. Race it!”, auch auf selbst erstellten Strecken fahren.

Eure eigenen Strecken erstellt ihr ganz einfach über den im Spiel integrierten Strecken-Editor. Von jenem gibt es zwei Versionen. Eine für Anfänger, welche allerdings auch nur absolute Anfänger benutzen sollten, da diese Version einfach längst nicht so viele Möglichkeiten und den damit verbundenen Spaß bietet wie die zweite Version, in welcher der volle Umfang des Editors verfügbar ist. Damit lässt sich so gut wie Alles erstellen; selbst der kreativste Kopf der Welt wird damit zufrieden gestellt sein. Von verschiedenen Böden (es gibt nun sogar Wasser – juhu!!) über Rampen bis hin zu Loopings und Steilkurven – nichts ist unmöglich. Sogar die Tageszeit lässt sich wählen. Zur Auswahl stehen Morgen, Tag, Abend und Nacht.

Das Benutzen des Editors ist kinderleicht. Einzig und allein die Maus wird benötigt. Element auswählen, Position, Richtung und Höhe bestimmen und platzieren – das war’s. Mit ein wenig Übung und Geschick entstehen so die verrücktesten Strecken. Die könnt ihr dann etwa für euch behalten, mit einem Freund befahren oder im Internet jedem zur Verfügung stellen.

Der Editor bietet aber noch mehr, als nur das Erstellen von eigenen Strecken. Ihr könnt noch aufgenommene Replays bearbeiten und euren Wagen ganz nach eurem Gusto lackieren. Das Lackieren macht ebenfalls sehr viel Spaß, da ihr wirklich ohne irgendwelche Vorgaben drauf los pinseln dürft. Selbst kleinste Details, wie etwa die Außenspiegel oder die Bremsbelüftung, können lackiert werden. Selbst der Glanz des Lacks darf festgelegt werden. Wenn das mal nicht das perfekte Ausgangsmaterial ist, um sich und seine Persönlichkeit im Internet zu präsentieren.

Internet – in TrackMania von ganz großer Bedeutung, wenn nicht sogar DAS Hauptelement des Spiels. In Grunde unterscheidet sich der Internet-Multiplayer nur insofern vom Singleplayer, dass ihr gegen menschliche Kollegen antreten dürft, anstatt allein (oder mit einem „Ghost“) auf der Strecke rumzugurken. Die Community von TrackMania ist riesig, freundlich und kreativ. Das sorgt dafür, dass der Multiplayer süchtig macht. Ohne Zweifel der beste Multiplayer, den es jemals in einem Rennspiel gab.

Abschließend komme ich noch einmal zur Technik. Die Grafik hat sich zwar nur im Detail verbessert, dafür begeistert die gigantische Masse der kleinen Verbesserungen und sorgt für einen klasse Gesamteindruck. Eine bessere Grafik bietet aktuell kein Rennspiel auf dem PC. Die Grafik erzeugt durch einfache Mittel einen sehr plastischen Eindruck. Außerdem sind die Glanzeffekte und Spiegelungen aller erste Sahne. Allerdings wirkt die Grafik insgesamt auch sehr steril und beinahe schon zu sauber. Aber das zeichnet den Stil von TrackMania einfach aus und damit findet man sich sehr schnell ab.

Zum Sound lässt sich nicht viel sagen; die Musik ist okay, aber die meisten Spieler werden sie wohl nach einiger Zeit ausschalten und ihre persönliche dazu laufen lassen. Die Soundeffekte sind gut. Nicht überragend, aber auch keinesfalls schlecht.

Alles in Allem lässt sich sagen, dass TrackMania Nations Forever eindeutig ein Schritt nach vorne war, und das im Vergleich zu einem Spiel, das so wie so schon absolut klasse war. Respekt! Darüber hinaus kostet „Forever“ nicht mal etwas. Fantastisch! Für mich das klare Rennspiel-Highlight 2008, egal was in diesem Jahr noch kommen mag.

Kurzes Fazit gefällig? Okay: „Load it. Build it. Race it. And just love it!!“

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