| Das Bourne Komplott |
|
|
| Geschrieben von Carsten Gonska | ||||||
| Thursday, 10. July 2008 | ||||||
|
Endlich mal ein Spiel zu dem ersten Bourne Film. Ist es Action pur oder nur eine weitere Filmlizenz die in den Sand gesetzt wurde?
Hier gibt es sehr gute Nahkämpfe die mich ein bischen an Tekken erinnern. Die Steuerung ist dabei sehr simpel gestrickt. Es gibt eine Taste für harte Schläge und eine für schnelle. Daraus ergeben sich auch leider nur sehr wenige Combo-Möglichkeiten. Dadurch, dass die Kämpfe sehr gut aussehen und mehrere hundertTakedowns haben werden sie nie langweilig. Um einen Takedown machen zu können muss man vorher mindestens einen Balken Adrenalin ansammeln. Am besten hebt man sich sein Adrenalin auf bis drei Balken voll sind und man von gegnern umzingelt ist. Dann kann man einen Takedown auslösen der 3 Gegner in bester Bourne Art umlegt. Gerade durch das Zeitlupentempo ist es wunderbar anzusehen. Aber dabei kann man sich nicht zurücklegen. Denn gerade die besseren Takedowns laufen nur tadellos ab, wenn man im richtigen Moment die angezeigte Taste drückt. Dies ist aber nicht öde, sondern passt immer gut zur Aktion. Unter anderem in Bossfights oder Zwischensequenzen findet man diese Reaktionstests wieder. So gut die Nahkämpfe gelungen sind, so schlecht sind die Waffenlevel gemacht. Leider ist die Kamera oft falsch positioniert und die Zielsteuerung lässt sich nicht tadellos steuern. Deshalb versuche ich immer in den Nahkampf zu kommen und mir dort die schönen Szenen anzusehen. Bourne kann nur eine kleine und eine große Waffe bei sich tragen und auch der Munitionsvorrat ist sehr begrenzt. Trotzdem hatten die Entwickler einige sehr nette Ideen. Z.B. muss man Gastanks beschießen bis sie explodieren um Gegner aus ihren Verstecken herauszulocken, denn im Spiel gibt es viele verschiedene Deckungsmöglichkeiten. Das macht gerade den Bourne Instinkt so wichtig. Auf Knopfdruck werden Gegner und zerstörbare Objekte hell leuchtend dargestellt. So entdeckt man schnell Feinde die in Deckung sind. Dieser Instinkt kostet allerdings wertvolles Adrenalin. Verliert man Lebenspunkt leuchtet ein roter Balken um den Bildschirm auf, der immer intensiver wird bis man tot zu Boden fällt. Die Bossfights sind teilweise sehr anspruchsvoll und sehr gut gemacht. Jeder kennt wohl die Szene in der Bourne mit dem Kugelschreiber die Hand seines Gegners durchsticht. Dies kann man in dem Bossfight im Spiel auch machen. Man muss solche Takedowns nicht benutzen, aber sie sind sehr wirkungsvoll. So ein Boss steckt einige Takedowns ein und gerade deshalb sind die actionreichen Bosskämpfe so actionreich. Ein dickes Minus kriegt das Spiel für die Fahrsequenz. Die hätte man am besten rausgelassen. Man fährt mit seinem Auto Checkpoints ab und fertig. Es ist keine Herausforderung und sehr öde. Die Grafik des Levels ist sehr gut, aber das bringt dem Level auch nichts. Zum Glück gibt es nur einmal eine solche Fahrt. Das Level ist auch genau so lineal wie alle anderen. Man hat nicht viele Wahlmöglichkeiten und muss immer vom Start zum Zielpunkt. Nichtmal klettern darf man, wenn es nicht vom Spiel so vorgesehen ist. Die Story des Spieles ist keine reine Filmumsetzung, sondern Bourne erinnert sich oft an die Vergangenheit die man selber spielen darf. Auch der Filmteil hat viele große Lücken. Der Soundtrack ist sehr gut auf das Spiel abgestimmt und motiviert einen richtig noch jemanden die Fresse zu polieren. So ein faires Checkpointsystem habe ich lange nicht mehr gesehen. Alle paar Minuten gibt es einen Checkpoint und wenn man stirbt muss man nicht lange spielen um wieder am Ausgangsort zu sein. Die langen Ladezeiten sind sehr nervend. Ein Multiplayermodus wäre wünschenswert gewesen. Mit meinen Freunden solch actionreiche Zweikämpfe zu machen wäre ein großer Spaß gewesen. Schade dass es diesen nicht gibt. Alles in allem ist es ein klasse Actionspiel mit vielen brutalen Szenen. Die Handhabung der Waffen ist leider nicht so einfach und präzise wie in anderen Spielen. Man ist die ganze zeit motiviert und man wartet darauf den nächsten Takedown anzusetzen um eine neue Tötungsart kennen zu lernen. Die Bossfights sind reine Actionknaller und laden zum nochmaligen spielen ein. Auch die Ladezeiten lassen sich durch die Vorfreude auf das nächste Level gut überbrücken. Im Gegensatz zu anderen Spielen ist man nicht gefrustet wenn man an einer Stelle oft hängen bleibt, da man kurz davor immer wieder startet und gleich einen neuen Versuch starten kann. Dieses Spiel muss man haben wenn man auf actionreiche Nahkämpfe in einer extrem guten Optik steht!
3.23 Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved." |
||||||
| < zurück | weiter > |
|---|